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werke ritterordens
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Diese kurze Abhandlung über die mit dem Gebrauch von Waffen verbundenen moralischen und religiösen Werte wurde zwischen 1274 und 1276 verfasst, um die christlichen Ideale des Ritterstandes im 13. Jahrhundert zu stärken. Es konnte einen beträchtlichen literarischen Erfolg verzeichnen.

Das Buch des Ritterordens besteht aus sieben Kapiteln, die sich im Einzelnen mit folgenden Themen beschäftigen: Ursprung und Adel des Rittertums; eine Beschreibung der Rolle des Ritters; Untersuchung des Anwärters auf das Rittertum; die Zeremonie des Ritterschlags; die Symbolik der Angriffs- und Verteidigungswaffen; dem Ritter geziemende Sitten und die ihm zustehende Ehre.

Ramon Llull sprach sich für eine moralische Reform des Rittertums (Treue gegenüber dem König, Verteidigung des Glaubens, Respekt gegenüber den niederen Ständen der Gesellschaft) aus, wie man es seinen Schriften zum Thema aus dieser Zeit entnehmen kann. Damit schuf er einen Ausgleich für den mangelnden Enthusiasmus für die militärischen Stände, den er im Kapitel 112 seines Buches der Kontemplation zum Ausdruck brachte, in dem er das „himmlische Rittertum“, das dem Wirken des Geistes offen stand, mit dem „irdischen Rittertum“ verglich, das mit politischen, militärischen und sozialen Aufgaben beschäftigt war.

Das Buch des Ritterordens setzt sich als Ziel, ein ideologisches System zu errichten, das umfassend, scharfsinnig und vor allem angemessen war angesichts der tatsächlichen Lage in den europäischen Staaten im 13. Jahrhundert, so zum Beispiel der Krone Aragons oder Frankreichs.

Quelle: Albert Soler i Llopart, „“Mas cavaller qui d’açò fa lo contrari”. Una lectura del tractat lul·lià sobre la cavalleria”, Estudios Lulianos, 29 (1989), S. 1-23, 101-124.

enllaç UB Centre de Documentació Ramon Llull