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introducció

 

Ramon Llull, ein gebürtiger Mallorquiner, lebte von 1232 bis 1316 und war ein ungemein produktiver und vielseitiger Autor, der seinen Gedanken auf Latein, Katalanisch und Arabisch Ausdruck verlieh. Das Herzstück von Llulls Werk bildet etwas, das er als Ars (Kunst) bezeichnete: eine allgemeine Methode zur Interpretation der sichtbaren wie der unsichtbaren Wirklichkeit, die sich quasi-mechanischer Techniken, eines symbolischen Zeichensystems und kombinatorischer Tafeln bediente. Die Ars bildete die Grundlage von Llulls Apologetik und bot eine einheitliche methodologische Basis für alle Wissensbereiche des 13. Jahrhunderts, von der Theologie bis zu den Natur- und Geisteswissenschaften.

Llulls intellektuelles Profil ist ebenso komplex wie ungewöhnlich. Als christlicher Philosoph brachte er neoplatonische und aristotelische Motive in kreativer Weise zur Entfaltung; als Mystiker sieht man in ihm den Begründer der großen iberischen Tradition; als Verfasser von Romanen zählte er zu den ersten, die zeitgenössische Themen aufnahmen; als Apologet für das Christentum trat er für die Gründung von Missionarsschulen ein und entwickelte eine neue Methode zur Bekehrung. Llull war auch einer der ersten Autoren, die sich einer Volkssprache, in seinem Fall des Katalanischen, bedienten, um theologische, philosophische und wissenschaftliche Gegenstände zu behandeln, die üblicherweise nur in der Sprache der Gelehrten, also auf Latein, diskutiert wurden.

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